Seid vielen Jahren steht die Waldweihnacht auf meiner Wunschliste und am 4. Advent war es endlich soweit. Bei klirrender Kälte sind wir dick eingepackt in Richtung Dresdner Heide losgezogen, um zum Einen im verschneiten Winterwald einen längeren Spaziergang zu machen und zum Anderen einen Baum für die Waldtiere zu schmücken.
Natürlich hatten wir so unsere Vorstellungen, wie -möglichst freistehend- und wo -nicht gleich am Weg, sondern etwas versteckt- der Wunschbaum stehen sollte. Daher war es gar nicht so einfach ein kleines Tannenbäumchen zu finden, um alle „Naschereien“ gut verteilt aufzuhängen. Aber wir hatten Glück und haben eine Gruppe Tannen gefunden.
Am Vortag hatte ich mit viel Freude gefüllte Orangen- und Walnussschalen, Apfel- und Peanutsanhänger, Piepmatz-Kekse und Zapfen mit Walnüssen und anderen Leckereien gespickt, gewerkelt. Dabei ist als Grundlage Kokosfett und handelsübliches Vogelfutter zum Einsatz gekommen. Für ein paar Farbkleckse wurden ein paar der kleinsten Äpfel aus dem Garten der Eltern glänzend geputzt und zusammen mit Erdnüssen aufgefädelt.
In gesammelte Tannenzapfen wurden Walnussstücke geklemmt, mit flüssigem Fett beträufelt und anschließend noch mit Vogelfutter bestreut. Für die „Piepmatz-Kekse“ wurden ganz normale Plätzchenausstecher genommen und mit Vogelfutter samt Kokosfett gefüllt. Vorher sollte man die Formen unbedingt mit Alufolie ummanteln und abdichten, damit möglichst wenig Fett herauslaufen kann. Damit ein Loch für das spätere Aufhängen bleibt, kann man ein Stäbchen -z.B. ein Stück vom Schaschlikspieß- vor dem Festwerden in die Masse reinstecken.
Hälften von Walnussschalen wurden auch gefüllt. Zusätzlich habe ich ein paar von unseren Rosinen und Pistazien darauf verteilt. Es ist ja schließlich Weihnachten.
Zu guter Letzt habe ich noch eine gesehene Idee mit ausgehöhlten und gefüllten Orangenschalen umgesetzt. Damit die Vögel einen besseren Halt finden können, habe ich als Landeplatz noch einen Lärchenzweig durch die Löcher der Aufhängung gesteckt. Davon werde ich zu Jahresbeginn noch einmal ein paar für die Gartenvögel machen.
Als die Sonne unterging, wurde es bei -5 Grad ziemlich frisch. Und so schauten wir mit heißem Tee, Pfefferkuchen und einer Kerze noch ein Weilchen unseren Baum an und freuten uns über eine gelungene Waldweihnacht.
Ich wünsche euch von Herzen Frohe Weihnachten, gemütliche und stressfreie Feiertage und
einen gesunden und glücklichen Rutsch ins neue Jahr.
Eure Christine